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Wovon hängt der Aufwand für Local SEO ab?

Wovon hängt der Aufwand für Local SEO ab?

Selbst machen oder auslagern, einmalig oder laufend: Wovon der Aufwand für Local SEO abhängt, was ins Angebot gehört und welche Warnsignale gelten.

Kurz gesagt: Der Aufwand für Local SEO hängt vor allem von sechs Dingen ab: Wettbewerb in Ihrer Region, Ausgangslage des Profils, Anzahl der Standorte, Zustand der Website, gewünschter Umfang und Art der Betreuung. Das Google-Unternehmensprofil selbst ist kostenlos. Aufwand entsteht durch die richtige Einrichtung und die laufende Pflege. Weil diese Faktoren von Unternehmen zu Unternehmen stark abweichen, nennt seriöse Local-SEO-Arbeit keine Pauschale, bevor sie Ihre Ausgangslage kennt.

Aktualisiert am 8. Oktober 2026 · Lesezeit ca. 8 Minuten · von Oliver Lendaric, AI Engineer & Specialist, ALPINVOX

Transparenzhinweis: ALPINVOX bietet selbst Local SEO an. Unsere eigenen Ab-Preise nennen wir weiter unten offen. Dieser Ratgeber erklärt, woran Sie Angebote messen können, unabhängig vom Anbieter.

Was ist kostenlos, wenn Sie es selbst machen?

Das Google-Unternehmensprofil, Bing Places, Apple Business und der Eintrag in WKO Firmen A-Z sind kostenlos. Herold, firmenabc und Cylex bieten kostenlose Basiseinträge an. Der Preis ist Ihre Zeit:

Aufgabe

Aufwand (Erfahrungswert)

Google-Profil einmalig vollständig optimieren

ein halber bis ganzer Arbeitstag

Verzeichnisse prüfen und korrigieren

ein halber Arbeitstag

Website-Grundlagen (Titel, Kontaktdaten, Schema)

je nach System unterschiedlich

Laufende Pflege (Fotos, Beiträge, Bewertungen beantworten)

regelmäßig, jeden Monat

Optionale Werkzeuge wie Rankingkarten-Tools (z. B. Local Falcon) oder Local-SEO-Suiten (z. B. BrightLocal) sind für einzelne Unternehmen meist nicht nötig.

Welche Faktoren bestimmen den Aufwand?

  1. Wettbewerb. Ein Installateur in einer dicht besetzten Stadt braucht mehr Arbeit als ein Betrieb in einer Kleinstadt ohne direkte Konkurrenz. Der Vergleich mit den drei Unternehmen im 3er-Pack zeigt, wie groß der Abstand ist.

  2. Ausgangslage. Ein neues Profil ohne Bewertungen braucht andere Arbeit als ein vollständiges Profil, das nur gepflegt werden muss. Doppelte Profile, falsche Kategorien oder widersprüchliche Firmendaten bedeuten Aufräumarbeit.

  3. Anzahl der Standorte. Jeder Standort hat ein eigenes Profil, eigene Mitbewerber und eigene Bewertungen.

  4. Website. Muss die Website angepasst werden, und wer macht das? Titel und Kontaktdaten sind schnell erledigt, eigene Leistungsseiten und strukturierte Daten brauchen mehr Zeit.

  5. Umfang. Nur Google-Profil oder auch Inhalte, lokale Erwähnungen, KI-Sichtbarkeit und Reporting?

  6. Betreuung. Einmalige Optimierung oder laufende Pflege, und in welcher Intensität?

Einmalig oder laufend?

Das hängt davon ab, wie umkämpft Ihr Umfeld ist und wie viel Zeit Sie selbst haben.

Einmalig reicht oft, wenn

  • in Ihrer Region nur wenige Mitbewerber mit gepflegten Profilen sichtbar sind,

  • Sie selbst regelmäßig Fotos hochladen und Bewertungen beantworten können,

  • Ihre Kunden überwiegend über Empfehlungen kommen und Google nur zur Bestätigung dient.

Laufende Betreuung lohnt sich eher, wenn

  • mehrere Mitbewerber im Umkreis aktiv an ihren Profilen arbeiten (viele aktuelle Bewertungen, regelmäßige Fotos und Beiträge),

  • Ihre Leistungen einen hohen Auftragswert haben, sodass wenige zusätzliche Anfragen viel ausmachen,

  • Sie regelmäßig neue Leistungen, Aktionen oder Saisonzeiten kommunizieren wollen,

  • im Alltag niemand Zeit hat, Bewertungen zeitnah zu beantworten.

Ein sinnvoller Weg ist oft: zuerst eine einmalige Analyse, dann die Grundlagen in Ordnung bringen, und erst danach entscheiden, ob eine laufende Betreuung nötig ist.

Welche Modelle der Zusammenarbeit gibt es?

1. Stundenabrechnung

Sie bezahlen tatsächlich geleistete Stunden. Vorteil: flexibel. Nachteil: schwer planbar. Sie wissen vorher nicht, was es kostet, und müssen Stundenzettel prüfen.

2. Monatliche Pauschale (Retainer)

Fester Betrag für ein vereinbartes Leistungspaket. Vorteil: planbar. Nachteil: Bei unklarem Leistungsumfang zahlen Sie für „Betreuung“, ohne zu wissen, was konkret passiert. Achten Sie auf eine Leistungsliste.

3. Klar abgegrenzte Pakete

Definierte Leistungen mit Checkliste und Lieferzeit, etwa Audit, Setup und Betreuung in Stufen. Vorteil: vergleichbar, nachvollziehbar, schneller Start. Nachteil: weniger individuell, Sonderwünsche sind zusätzlich.

4. Erfolgsabhängige Modelle

Bezahlung pro Ranking-Position oder pro Anfrage. Vorsicht: Rankings schwanken je nach Standort der Suchenden, und Anbieter können sich auf leichte Suchbegriffe konzentrieren, die kaum Kunden bringen.

5. Teil eines Werbe- oder Website-Pakets

SEO als Zusatz zu Branchenbuch-Einträgen, Website-Abos oder Werbung. Prüfen Sie, welche Leistung tatsächlich für Local SEO erbracht wird.

Was sollte in einem Local-SEO-Angebot stehen?

Unabhängig vom Anbieter: Diese Punkte gehören in ein seriöses Angebot und sollten einzeln aufgeführt sein.

Bereich

Einmalig

Laufend

Google-Unternehmensprofil

Kategorien, Leistungen, Beschreibung, Öffnungs- und Sonderöffnungszeiten, Fotos

Kontrolle fremder Änderungen, neue Fotos, Beiträge

Bewertungen

Bewertungslink, QR-Code, Vorlagen

Antworten, regelmäßige Bitte um Bewertungen

Verzeichnisse

WKO Firmen A-Z, Herold, Bing, Apple, Branchenportale prüfen und korrigieren

Kontrolle, neue relevante Einträge

Website

Titel, Kontaktdaten, Leistungsseiten, strukturierte Daten

neue Inhalte, Verbesserungen

Messung

Ausgangswerte festhalten

Monatsbericht mit Anrufen, Routenplanungen, Website-Klicks

Fehlen Messung und Bericht, können Sie nicht beurteilen, ob sich der Aufwand lohnt.

Warnsignale bei Angeboten

  • Ranking-Garantie („Platz 1 in Google Maps garantiert“): Niemand kontrolliert das Ranking. Die Entfernung zur suchenden Person ist ein Rankingfaktor, den kein Anbieter ändern kann.

  • Pauschalen für „Komplett-SEO“, die auffallend billig klingen: Gute Arbeit braucht Arbeitszeit. Fragen Sie nach, was dafür tatsächlich geleistet wird.

  • Das Profil gehört dem Anbieter: Der Anbieter ist Hauptinhaber Ihres Google-Profils oder legt Verzeichnis-Einträge mit eigenen Zugängen an. Bei Kündigung verlieren Sie die Kontrolle.

  • Bewertungen inklusive: Angebote, Bewertungen zu „liefern“, sind gefälschte Bewertungen. In Österreich verboten (UWG, Anhang Z 23c) und ein Risiko für Ihr Profil.

  • Keine Leistungsliste, kein Bericht: Sie sollten jeden Monat sehen, was gemacht wurde und was es gebracht hat.

  • Automatische Verlängerung um ein ganzes Jahr ohne deutlichen Hinweis.

  • Formularfallen: Schreiben, die wie eine Rechnung oder ein amtliches Register aussehen („Eintragung ins Gewerberegister“) und in Wahrheit ein kostenpflichtiges Verzeichnis-Abo sind. Die WKO warnt regelmäßig davor.

So vergleichen Sie Angebote: sieben Fragen

  1. Was genau wird jeden Monat gemacht? (Liste, nicht „Optimierung“)

  2. Wem gehören Google-Profil, Verzeichnis-Logins und Inhalte?

  3. Wie lange ist die Mindestlaufzeit, wie die Kündigungsfrist?

  4. Welche Kennzahlen stehen im Bericht: Anrufe und Anfragen oder nur Rankings?

  5. Wer arbeitet tatsächlich an Ihrem Profil?

  6. Wie wird mit Bewertungen umgegangen? (Antwort sollte sein: nur echte, ohne Anreize)

  7. Sind Angebote netto oder brutto kalkuliert? Für Unternehmen ohne Vorsteuerabzug, etwa viele Gesundheitsberufe, macht das einen Unterschied.

Wie rechnet sich Local SEO für Sie?

Eine einfache Überlegung statt einer Prognose: Wie viel Deckungsbeitrag bringt ein durchschnittlicher Auftrag? Wie viele zusätzliche Aufträge pro Monat braucht es, damit eine Betreuung gedeckt ist? Ob das gelingt, hängt von Wettbewerb und Ausgangslage ab. Deshalb messen gute Anbieter Anrufe und Anfragen aus dem Profil, nicht nur Positionen. Rechnen Sie mit Ihren eigenen Zahlen: Deckungsbeitrag pro Auftrag, Abschlussquote bei Anfragen und Aufwand pro Monat.

Wie wir bei ALPINVOX kalkulieren

Bei ALPINVOX gibt es klare Ab-Preise: Setup Google-Unternehmensprofil ab 390 €, Profil-Sprint 149 €, SEO-Betreuung ab 119 € pro Monat (Wachstum ab 249 €, Premium ab 490 € pro Monat) und das KI-Sichtbarkeits-Paket ab 290 €. Wo genau Ihr Preis liegt, hängt von dem ab, was dieser Ratgeber beschreibt: Wettbewerb, Ausgangslage, Standorte, Website und Umfang. Sie bekommen vorab ein schriftliches Angebot, in dem der Leistungsumfang einzeln beschrieben ist. Alle Preise in Euro, umsatzsteuerfrei aufgrund der Kleinunternehmerregelung. Wollen Sie wissen, was bei Ihnen realistisch ist, können Sie direkt ein Angebot anfragen. Laufende Dienste haben eine Mindestlaufzeit von 3 Monaten und sind danach monatlich kündbar. Details in den AGB.

Der übliche Weg: erst der kostenlose SEO-Check, dann das Local-SEO-Audit als Entscheidungsgrundlage, dann Setup und Betreuung, wenn Sie das wollen.

Quellen

Allgemeine Information, keine Rechts- oder Steuerberatung.

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